Für Carsten Mohe und Beifahrerin Andrea Lieber hat die Rallye Mittelrhein am Samstag ein vorzeitiges Ende gefunden: Das Duo – als Zweitplatzierte der Deutschen Rallye-Meisterschaft nach Wittlich bei Trier angereist – musste seinen Porsche 911 GT Rally auf der achten von 13 Wertungsprüfungen nach einem Ausrutscher abstellen.

„Wir haben uns leider verbremst“, räumt Mohe ein. „Es war an einer markanten Stelle der Wertungsprüfung ,Piesport 2‘: dem Übergang von den Weinberg-Wegen auf eine zweispurige Landstraße. Ich habe bei recht hohem Tempo etwas optimistisch gebremst, dazu hat eine Bodenwelle den Porsche etwas ausgehoben. Hierdurch fehlten uns am Ende drei oder vier entscheidende Meter. Ich habe den Neunelfer mit der Handbremse noch quergestellt, trotzdem ging uns der Platz aus.“

Das gut 470 PS starke Rallye-Auto touchierte seitlich rutschend einen Bordstein, worauf beide Felgen brachen. „Die Weinberg-Prüfungen an der Mosel lassen kein Spielraum für Fehler, das gilt für den Porsche erst recht: Er besitzt konzeptbedingt keine großen Federwege“, erläutert der amtierende Rally-3-Meister. „Das ist unser erster Ausfall seit sehr langer Zeit und noch kein Riesendrama. In der DRM-Wertung haben wir nun unser Streichresultat genommen. Noch stehen uns drei reine Asphalt- und eine Schotterveranstaltung bevor. Ärgerlich ist es allerdings für meine Mechaniker und auch die vielen Fans entlang der Prüfungen, die sich auf unseren mächtig röhrenden 911 gefreut haben. Wir werden das Auto jetzt reparieren, damit wir in 14 Tagen wieder einsatzbereit sind für die Saarland-Pfalz-Rallye, den nächsten DRM-Lauf.“

Großen Spaß hat die Rallye Mittelrhein dem sächsischen Team dennoch bereitet. „Der Porsche fühlte sich sehr gut an“, betont der Renault-Autohaus-Besitzer aus Crottendorf im Erzgebirge, der auch in Rheinland-Pfalz wieder von starken Partnern wie VMS Vital Medical Supplies und der STARKENBERGER GRUPPE unterstützt wurde. „Angesichts der hochsommerlichen Temperaturen haben wir während der Rallye erstmals die härteste Reifenmischung von Michelin an der Hinterachse ausprobiert, die uns zuvor beim Test im ,Shakedown‘ noch nicht zur Verfügung stand. Deswegen ließen wir es auf der ersten Schleife vorsichtiger angehen, was etwas Zeit kostete. Zeitweise sind wir auch ohne Traktionskontrolle gefahren, das wird viele Zuschauer gefreut haben.“

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