Carsten Mohe und Copilotin Andrea Lieber steht am kommenden Wochenende eine besondere Herausforderung bevor: die Rallye Mittelrhein. Die dritte Runde der diesjährigen Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) nutzt viele Wertungsprüfungen in den Weinbergen entlang der Mosel. Sie dienten lange Zeit auch dem deutschen WM-Lauf und besitzen dementsprechend einen höchst anspruchsvollen Charakter.
Nach dem starken Saisonauftakt reisen Mohe und Lieber mit ihrem Porsche 911 GT Rally als Zweitplatzierte der DRM-Zwischenwertung ins Rallye-Zentrum nach Wittlich bei Trier. „Wir starten mit der Nummer 4 sehr weit vorne, das freut mich natürlich“, so der Rallye-Routinier aus dem sächsischen Crottendorf. „Ich mag die schmalen Weinberg-Prüfungen mit ihren schnellen und langsamen Passagen, den vielen verdeckten Kurven und den zahlreichen Spitzkehren – auch wenn dies unserem Porsche nur bedingt entgegenkommt: Der 911 GT Rally ist sogar nochmal fünf Zentimeter breiter als der Renault Maxi Mégane, den wir früher eingesetzt haben.“
Für Carsten Mohe heißt dies: „Wir müssen nochmals präziser und mit Köpfchen fahren, Platz für Fehler gibt es keinen. In den Kehren zum Beispiel warten auf der Innen- und Außenseite oftmals Bordsteine, die schnell zu einem Reifenschaden führen können – das wäre für uns fast gleichbedeutend mit einem Ausfall: Ein Radwechsel dauert am Porsche viel länger als bei einem Rally-2-Auto, das dafür vorbereitet ist. Auch Regenwasserrinnen, speziell wenn sie schräg zur Fahrtrichtung verlaufen, sind bei hohem Tempo gefährlich. Sie können zum Beispiel Motor und Getriebe beschädigen.“
Speziell für die drei Weinberg-Prüfungen, die am Samstag jeweils dreimal auf dem Programm stehen, hat das schnelle Duo aus dem Erzgebirge die Taktik festgelegt: „In manchen Passagen, wenn die Strecke immer schmutziger wird oder sogar über Schotter führt, müssen wir die konzeptbedingten Zeitverluste akzeptieren“, so Mohe. „Auf den schnellen Abschnitten schauen wir dann, wie viel davon wir mit dem gut 470 PS starken Porsche wieder aufholen.“
Ein weiteres Thema könnten die für das Wochenende prognostizierten Temperaturen sein. „Vermutlich steht uns wieder eine Hitzeschlacht bevor“, blickt der amtierende Deutsche Rally-3-Meister voraus. „Andrea und mir macht das wenig: Wir sind fit und kennen das bereits von der Rallye Sulingen und der Rallye Eisenach. Aber wir testen im sogenannten Shakedown der ,Mittelrhein‘ erstmals die harte Reifenmischung von Michelin, die könnte auf dem heißen Asphalt eine sinnvolle Alternative darstellen.“
Die Rallye Mittelrhein setzt am kommenden Wochenende auf ein ungewöhnliches Format: Sie findet am Samstag und Sonntag statt. Nach den neun Weinberg-Prüfungen der ersten Etappe folgen am Schlusstag vier weitere Wertungsprüfungen. Insgesamt stehen 154 WP-Kilometer auf dem Programm. Carsten Mohe und Andrea Lieber können auch beim dritten DRM-Lauf wieder auf die Unterstützung starker Partner wie VMS Vital Medical Supplies und der STARKENBERGER GRUPPE bauen.














